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Glauberg / Glauburg

Leben in Glauburgco_glauburg_img_2042_inet

Glauburg gehört zu der historisch bedeutsamen Kulturlandschaft Oberhessen und liegt am Fuße des Glaubergs, der der neuen Gemeinde auch den Namen gab.

Urkundlich erscheint Stockheim erstmals 1198 und Glauberg wird im Jahre 802 erstmals erwähnt. Die im Zuge der Gebietsreform 1971 aus den Ortsteilen Stockheim und Glauberg entstandene Gemeinde Glauburg liegt am Ostrand der Wetterau. Das malerisch im Tal der Nidder gelegene Glauburg mit seinen ~3.300 Einwohnern besitzt eine gute Infrastruktur. Die Menschen, geprägt von Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe finden neben der angenehmen Infrastruktur Kindergarten, Schule, Kinderspielplätze, zwei Sporthallen, drei Sportplätze, ein Dorfgemeinschaftshaus sowie die Lage in einer schönen Waldgegend.

Die Gemeinde ist heute fast ausschließlich Arbeiterwohnsitzgemeinde mit Auspendelverkehr. Doch durch die idyllische Landschaft am Fuße des Vogelsberges mit mehreren Landschaftsschutzgebieten rund um den Glauberg und mit seinen ausgebauten Wanderwegen findet man Ruhe und Erholung vom Alltagsstress.

 

Der Bahnhof – Knotenpunkt Stockheim

Nach dem Einsetzen der Industrialisierung 1850 kam auch für die oberhessische Region der Fortschritt ins Land. Es wurden Eisenbahnen geplant und gebaut, so auch in Glauburg. Im Jahr 1870 befuhr unter dem Jubel der Bevölkerung der erste Zug zwischen Gießen und Gelnhausen offiziell die Strecke und wurde in einer feierlichen Zeremonie begrüßt. In Stockheim erfolgten daraufhin weitere Ausbauarbeiten des Bahnhofs. 1888 wurde die Eisenbahnstrecke Stockheim Gedern zum ersten Mal befahren. Von da ab bestand für die Vogelsbergregion ebenfalls ein Anschluss an die Städte Gießen - Gelnhausen.

Aufgrund der Entwicklung wurden immer mehr Häuser rund um das Bahnhofsgebäude gebaut. Stockheim entwickelte sich zu einem Eisenbahnverkehrsknotenpunkt. Mit Anschluss an das Rhein –Main Gebiet 1905 erreichte Stockheim seinen größten Stellenwert.

Leider entwickelte sich die Bahn in den kommenden Jahren rückwärts, immer mehr Strecken wurden stillgelegt u.a. die Strecke der Vogelsbergbahn. Auf der ehemaligen Strecke entstand in den letzten Jahren der Vulkanradweg.

Nachdem die Deutsche Bahn kein Interesse mehr an dem Bahnhofsgebäude in Stockheim hatte, haben zwei Privatinvestoren den Modellbahnhof Stockheim in dem ehemaligen Gebäude eingerichtet. Dort können Gäste die Welt der Modellbahn neu erleben. Unter diesem Motto wird im ehemaligen Bahnhof in Stockheim ein Projekt mit musealem Charakter umgesetzt, das in dieser Form wohl einmalig in Deutschland ist.

 

Reizvolle Landschaft und schöne Natur

co_glauburg_img_4664_kopie_inetZusammen mit Horloff, Nidda, Nidder und Seemenbach durchzieht die Wetter die Wetterauregion und prägt mit breiten offenen Flussauen das Landschaftsbild. Nach Osten hin charakterisieren sanfte, sonnenüberflutete Hügel das Bild. Je näher man dem Hohen Vogelsberg kommt, umso mächtiger sind die Bergwellen, umso tiefer eingeschnitten die Täler. Hier in Glauburg geht die Wetterau in den Vogelsberg über – Europas größtes erloschenes Vulkanmassiv, mit aussichtsreichen Höhen und wunderschönen Waldpassagen.

Rund um Glauburg kann man viele seltene Tier- und Pflanzenarten bewundern. Grund genug um im Jahr 1981 gerade die Nidderwiesen von Stockheim als Naturschutzgebiet auszuweisen. Zusammen mit einer benachbarten Auenwiese bildet dies nun ein großräumiges Schutzgebiet. Darüber hinaus wurden rund um Stockheim und Glauberg noch weitere Feuchtwiesen als sogenannte Flora – Fauna – Habitat Gebiete (FFH – Gebiet) ausgewiesen und als schutzwürdig erklärt. Wesentlicher Schutzgrund sind die Feuchtwiesen, Seggenrieder, Röhrichte und die offenen Wasserflächen. Genau diesen Lebensraum schätzen Weißstorch, Tüpfelsumpfhuhn und Laubfrosch. Für Farbe sorgen das Breitblättrige Knabenkraut und vor allem die gelb blühenden Sumpfschwertlilien. In der Zeit des Vogelzugs sind hier Rastvögel insbesondere Entenarten wie Krickente, Reiherente, Löffelente, Spießente usw. zu finden. Am südlichen Rand des Gebietes streckt auch ab und an der Sumpfbiber den Kopf aus dem Wasser.