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Historisches Nidda

Der Sage nach verdankt Nidda seine Gründung einem störrischen Esel, der mit dem Raubritter
Graf Berthold und dessen Frau auf der Flucht vor Kaiser Barbarossa war. An der Stelle, wo der Esel stehen blieb, wollte Berthold seine Burg errichten. Ob des Esels Entscheidung wirklich auch im Sinne seiner Herren war, ist heute nicht mehr nachzuweisen. Jedenfalls soll die Gräfin verzweifelt „Nit da, nit da“ gerufen haben. Daher komme auch der Name der Burg „Nitda“, so die Sage. In Wahrheit wird schon Anfang des 9. Jhd. Von Nithahari marcu in Wettereiba“ berichtet, übersetzt heißt dies „Siedlung am strömenden Wasser in der Wetterau“. 1234 wird Nidda erstmals als Stadt erwähnt.

Der Wald- und Wasserreichtum bestimmte über viele Jahrhunderte die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt am gleichnamigen Fluss. Die Renaissancezeit brachte Nidda eine rege Bautätigkeit, von der heute noch zahlreiche idyllische Gässchen und Winkel mit liebevoll restauriertem Fachwerk zeugen. Das Zentrum des Geschehens, der Marktplatz mit seinem historischen Brunnen, ist Ausgangspunkt für einen Stadtbummel. Auf dem Brunnen, der 1650 mit einem neuen Aufsatz versehen wurde, findet man folgenden Satz: „Ich steh allhier auff offenem Marck, Geb hin mein Wahr ohne Gelt, Wer Lust hat trinck wans ihm gefelt, Ob ich schon werde gering geacht, So steht doch meine Kraft in Gottes Macht Welcher seine Brünlein lest fliesen, Die der Arm sowohl als der Reiche hat zu geniesen“.

Bad Salzhausen, das kleinste Hessische Staatsbad ist ein Stadtteil von Nidda. Wo heute die Menschen ihre Gesundheit stärken, wurde früher in mühevoller Arbeit aus der Sole, die tief unter der Erde fließt, das Salz herausgekocht. Saline und Gradierwerk geben heute noch Zeugnis von dieser Zeit.

 

Nidda – die Stadt am Fluss

Nidda, ein Name voller Bedeutung: der Fluss, der sich durch eine wunderschöne Landschaft schlängelt, eine Landschaft mit kleinen Seitentälern, sanften Hügeln, Wäldern und Wiesen, und die Stadt, mit ihrem lebendigen Charme, den schmucken Fachwerkhäusern, dem großen Markplatz und den Menschen, die ihre Geschichte pflegen und bewahren. Hier lebt traditionelles Handwerk, moderne Dienstleistung. Hier leben freundliche Menschen. Wer sich den Blick für das Besondere bewahrt hat, ist in der Kernstadt Nidda an der richtigen Adresse. Das Fachwerkstädtchen hat sich ein Stückchen Heimat in seiner schönsten Form bewahrt. Die Häuser haben Charakter.

In kleinen Lokalen und einer urigen Gasthofbrauerei gibt es das Beste, was Oberhessens Küche und Keller zu bieten haben. Verweilen Sie in Nidda und unternehmen einen Streifzug durch die Geschichte der Stadt. Die Renaissancezeit brachte Nidda eine rege Bautätigkeit, von der heute noch zahlreiche idyllische Gässchen und Winkel mit liebevoll restauriertem Fachwerk zeugen. Das Zentrum des Geschehens, der Marktplatz mit dem historischem Brunnen, ist Ausgangspunkt für einen Stadtbummel.

 

Schloss Nidda

Auf den Fundamenten der alten Wasserburg der Grafen Berthold von Nidda (Regierungszeit ca. 1104 – 1200) wurde im ausgehenden 16. Jh. ein Renaissance-Schloss erbaut. Ursprünglich diente die Wasserburg als Straßensicherungsburg der Staufer. Nachdem die Grafen Bertold von Nidda, Gefolgsmann Kaiser Barbarossas, ohne männliche Nachkommen blieben, erbten die Grafen von Ziegenhain Burg und Grafschaft. Von ca. 1200 – 1450 blieb sie in deren Besitz, dann ging die Burg in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Marburg, später von Hessen-Darmstadt über. In der Renaissancezeit um 1600 wurde sie, ehemals noch von einem Wassergraben umgeben, umgebaut und diente als Sitz der Amtmänner, die von den Landgrafen von Hessen-Darmstadt zur Verwaltung eingesetzt wurden, darunter so verdiente Amtsträger wie Roland Krug, Reinhard Abell (Stifter des ehem. Armenhauses und Hospitals, heute ev. Gemeindebüro) und Amtmann Arnold Schwartz (Stifter der Kanzel in der ev. Saalkirche). Später diente das Schloss als Amtsgebäude des Regierungsbezirkes und Kreises Nidda, seit dessen Auflösung 1874 beherbergt es das Amtsgericht. 1907/08 kam ein Anbau mit Durchfahrt zum Schlosshof hinzu.