Museumslandschaft Büdingen
Büdingen ist eine Stadt der Museen. Gleich vier Häuser sind Leben und Kultur vergangener Tage gewidmet. Zwei weitere zeigen geologische Besonderheiten und eine große Modellbausammlung.
Abgesehen von der höfischen Kultur, die der Besucher an authentischer Stätte im Schloss kennenlernt, hält man die Erinnerung an 1200 Jahre Büdinger Geschichte, an die Welt der Ackerbürger und Handwerker im Heuson-Museum wach. Mit Blick auf die reichen vorgeschichtlichen Funde greift das im historischen Rathaus aus dem 15. Jahrhundert untergebrachte Museum zeitlich und räumlich auch über die engeren Stadtgrenzen hinaus und veranschaulicht durch das Modell eines Dörfchen insbesondere die Keltenzeit. Benachbart kann zudem eine original erhaltene Schmiede besichtigt werden.
Ein eigenes Museum ist dem traditionsreichen Beruf der Metzger gewidmet. Über 400 Jahre besaßen die Fleischer ein gemeinsames Schlachthaus. Das bis 1895 benutzte "Schlaghaus" in einem Turm an der Mühltorbrücke steht noch und erhielt für das Museum die ursprüngliche Einrichtung mit Schlachtbalken und Winde zurück.
Das Lebensgefühl eines aufregenden Jahrzehnts zwischen Wirtschaftswunder und Rock´n Roll hat das 50er-Jahre-Museum eingefangen. Da gibt es für die Besucher viel (wieder) zu entdecken. Wer erinnerte sich nicht an Nierentisch und Tütenlampe, Vesparoller und Musik aus der "Jukebox"? Bei regelmäßigen Museumsfesten feiert man den Zeitgeist einer unverwechselbaren Ära.
Die ertragreichen Böden der Wetterau bergen unter der Erde eine geologische Kostbarkeit - Sandrosen. Vor gut 20 Millionen Jahren sind die wie versteinerte Rosen wirkenden Gebilde im sandigen Untergrund kristallisiert. Die schönsten Exemplare wurden von dem Sammler Lothar Keil in einem Museum zusammengetragen, für das es keinen passenderen Rahmen als die Sandsteintürme des Jerusalemer Tores gibt. Auch das Gebäude des Büdinger Modellbau-Museums kann sich sehen lassen. Die über 150 perfekt nachgebildeten Schiffe, Autos und Eisenbahnen sind im Oberhof von 1569 aufgebaut. Der geschlossene Stadthof und zeitweilige Witwensitz war das erste Renaissance-Gebäude Büdingens.
Schlossmuseum
Schloss Büdingen wurde zur Zeit des staufischen Kaisers Friedrich Barbarossa als Wasserburg erbaut und wird seit 1258 von der Familie der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen bewohnt. Sie sind herzlich eingeladen, die besondere Atmosphäre diese alten Besitzes mit seiner reichen Geschichte zu genießen.


